Das Internet prägt unseren Alltag wie kaum ein anderes Medium, doch die wenigsten verstehen, wie es wirklich funktioniert und wem es eigentlich gehört. Diese Bachelorarbeit untersucht, wie aktuelle digitale Entwicklungen wie Enshittification, KI-Slop und der zunehmende Vertrauensverlust die gesellschaftliche Wahrnehmung und Nutzung des Internets beeinflussen. Die Gestaltung soll dieses komplexe Thema für ein breites, altersübergreifendes Publikum zugänglich und verständlich machen, ohne dabei wissenschaftlich oder belehrend zu wirken.
Um das abstrakte Internet greifbar zu machen, wurde die Analogie Netropolis, eine Stadt, die das Internet strukturell abbildet entwickelt. Elf Stationen stehen für zentrale Phänomene: Der Bahnhof steht für Suchmaschinen, die Wolkenkratzer für Big Tech, die Fabrik für generative KI. Jeder Mensch kennt Städte und ihre Infrastruktur, wodurch die Analogie intuitiv verständlich wird. So verbindet sich Theorie mit einer nahbaren, visuellen Erzählung.
Das Konzept läuft auf drei Ebenen zusammen. Eine großformatige, faltbare Karte führt schrittweise an das Thema heran und dient als analoges Einstiegsmedium. Eine über zwei Meter hohe Wegweiser-Installation macht im Ausstellungsraum räumlich auf die Stadt aufmerksam und lädt spielerisch zum Erkunden ein. Eine begleitende Webseite vertieft die einzelnen Stationen inhaltlich und verbindet den praktischen mit dem theoretischen Teil der Arbeit.